Das Jahr 2007 beendete den enormen Boom auf dem spanischen Wohnungsmarkt. Nach mehr als zehn Jahren starken Preisanstiegs erfährt der Markt weiter Einbußen.
In Madrid gingen die Quadratmeterpreise in den vergangenen zwölf Monaten um 0,3 Prozent zurück, in Barcelona um ganze zwei Prozent. Das zeigt eine Studie des spanischen Branchenportals Idealista. Einziger Ausreißer: In Valencia stiegen die Preise auf das ganze Jahr gesehen um knapp vier Prozent. Allerdings ist das lediglich der hohen Nachfrage aufgrund des im Sommer ausgetragenen renommierten America’s Cup zuzuschreiben. Jedoch war bereits im zweiten Halbjahr nach dem Event ein Preisrückgang um knapp ein Prozent verzeichnet worden. Insgesat ging der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Spanien 2007 um 1,2 Prozent auf 2853 Euro zurück.
Die teuersten Großstädte bleiben die Kurstadt San Sebastián im Baskenland mit einem Quadratmeterpreis von 5301 Euro, Barcelona mit 5076 Euro pro Quadratmeter, Bilbao im Baskenland mit 4369 Euro pro Quadratmeter und Madrid mit 4261 Euro pro Quadratmeter.
Die billigsten Großstädte sind unter anderen Huelva in Andalusien mit einem Quadratmeterpreis von 2051 Euro und Alikante an der Costa del Sol mit einem Quadratmeterpreis von 2148 Euro.
Während die Kaufpreise in Spanien langsam sinken, gehen die Mieten weiter in die Höhe. Nach Angaben des spanischen Statistikamts INE stiegen sie in den ersten zehn Monaten diesen Jahres um ganze vier Prozent. Das schreiben Branchenexperten vor allem dem geringen Angebot in den Städten zu. Noch immer sind 90 Prozent der Bevölkerung Inhaber einer Immobilie, die sie zumeist auch selber bewohnen. Aber auch wer mehrere Wohnungen besitzt, vermietet diese nicht unbedingt, sondern nutzt sie als Zweit- oder Ferienwohnsitz. Den stärksten Mietanstieg verzeichneten in den vergangenen zehn Monaten die Regionen Andalusien, Galizien, die Kanarischen Inseln und die Balearen. Allerdings dürfte das Mietangebot in den kommenden Jahren steigen, denn viele Eigentümer werden ihre Objekte nicht mehr los. In den ersten neun Monaten dieses Jahres gingen die Verkäufe nach Angaben der spanischen Notarvereinigung um zwölf Prozent auf 629 612 Transaktionen zurück.






