Fes ist (noch) keine klassische Ferienimmobilien-Destination. Zwar zieht der Ort viele Touristen an, diese verweilen aber nur für kurze Zeit. Die Immobilienpreise sind vergleichsweise niedrig. Ein 90-Quadratmeter-Apartment ist für umgerechnet 60.000 Euro zu haben. Das könnte sich allerdings ändern. Denn Makler bescheinigen Fes Entwicklungspotenzial.
Die marokkanische Wirtschaft wird nach Einschätzung der OECD in diesem Jahr um vier Prozent zulegen. Von den guten Aussichten profitiert auch der Immobilienmarkt. Viele städtische und touristische Projekte stehen noch aus. Vor allem die Nachfrage nach guten Immobilien steigt. Die Gründe sind vielfältig. Zum einen wird die Ober- und Mittelschicht dank des starken Wirtschaftswachstums der vergangenen Jahre größer. Zum anderen wird der Markt durch die vielen Millionen Auslands-Marokkaner stimuliert, die in Europa leben und durch ein Ferienhaus in ihrer Heimat versuchen, die Verbindungen zu ihrer Kultur nicht zu verlieren. Und schließlich sind Städte wie Agadir weiterhin beliebte Urlaubsziele für gut betuchte Franzosen, aber auch für Deutsche und Engländer entstehen hier immer mehr Luxusressorts.
Zu den Entwicklern gehören spanische Unternehmen, aber auch einheimische wie Achourouk Beach Promotion, die zum Beispiel außerhalb von Casablanca einen Strand-Komplex mit 110 Villen bauen. Gedacht ist das Projekt vor allem für wohlhabende ausländische Familien, die ein Wochenendhaus in einer schönen und ruhigen Atmosphäre suchen. „Marokko ist immer noch ein guter Investitionsstandort, denn die Immobilien-Preise haben noch nicht ihr Maximum erreicht”, sagt Lotfi Chelbat, Chef der auf Marokko spezialisierten Immobilienmesse SMABxl in Belgien.
Bei allem Optimismus sollten Investoren Lage und Objekt aber genau unter die Lupe nehmen: Die Preise für Wohnungen und Häuser schwanken gewaltig. In Marrakesch etwa, wo eine Immobilie in guter Lage zwischen 2006 und Herbst 2008 ihren Wert verdoppeln konnte, gingen die Quadratmeterpreise seitdem um 15 Prozent zurück. Derzeit stagnieren sie bei 2000 bis 3000 Euro pro Quadratmeter. Branchenexperten rechnen hier nicht mehr mit erneuten Steigerungen, weil die Preise auch jetzt noch sehr hoch angesiedelt sind. „Für viele Einwohner sind sie bereits unerreichbar geworden”, schreibt die marrokanische Wirtschaftszeitung L'Economiste.
Etwas anders sieht es in Casablanca aus. Hier gingen die Quadratmeter-Preise im gleichen Zeitraum zwar um rund zehn Prozent zurück, aber „durch die weitere Ansiedlung von Unternehmen sind hier wieder Preissteigerungen möglich”, so Messechef Chelbat. Ganz unberührt von der Krise ist Tanger. Die Freihandelszone ist mit ihrem ausgebauten Hafen und der Logistikplattform TangerMEd als Wirtschaftstandort genauso interessant wie als Zweitwohnsitz.
capital.de, 17:47 Uhr
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Was die Leser sagen
Hallo mich würde interessieren wie die Immobilienpreise in fez sind.
Werden sie zurück gehen oder werden sie weiter steigen??
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