Durch die Bass-Straße vom Bundesstaat Victoria getrennt, liegt die Insel südlich Australiens in der Tasmanischen See. Es herrscht Meeresklima mit kühlen Sommern (Temperaturen zwischen 14 und 25 C°) und milden Wintern (5 bis 16 C°). Das oft regnerische Wetter schuldet seine Unberechenbarkeit der Insellage in den so genannten „roaring fourties“, den donnernden Vierzigern, wie die Region in der Westwindzone zwischen 40 und 50 Grad südlicher Breite genannt wird.
Zu gut zwanzig Prozent besteht Tasmanien aus Nationalparks. Das Motto des Bundesstaats ist „Natur pur“ – selbst die Nummernschilder der Autos preisen die Insel doppeldeutig als „your natural state“ an. So gehören Mehrtageswanderungen mit Übernachtungen in Hütten genauso zum Freizeitprogramm wie Segeln oder Tierbeobachtungen – egal ob es sich dabei nun um Ameisenigel, Wombats oder Tasmanische Teufel handelt. Millionenstädte gibt es auf der Insel nicht. Haupt- und größte Stadt mit etwas über 200.000 Einwohnern ist das im Süden gelegene Hobart, insbesondere bekannt durch die Segelregatta „Sydney-Hobart“, die jedes Jahr um die Weihnachtszeit stattfindet. Launceston im Norden der Insel folgt mit nicht ganz 100.000 Einwohnern auf Platz zwei der einwohnerstarken Städte Tasmaniens.
Von der Jahrtausendwende bis Mitte 2007 sind die Hauspreise in Hobart um durchschnittlich 142 Prozent gestiegen, in Launcheston sogar um 167 Prozent. Dennoch gehören die Immobilien in Tasmanien noch immer zu den günstigsten in Australien. Der durchschnittliche Hauspreis in Hobart liegt bei 321.000 AUD (drittes Quartal 2008). Für eine Immobilie in den beiden beliebtesten Viertel der Stadt, Battery Point und Sandy Bay, ist der Durchschnittspreis allerdings um einiges höher. In Battery Point kostete ein Haus durchschnittlich 840.000 AUD, in Sandy Bay immerhin noch 610.000 Dollar. Und wie überall kostet der Blick auf Wasser und Berge mehr, als die Aussicht auf Nachbars Balkon. In welche Richtung Hobarts Hauspreise derzeit tendieren, darüber herrscht Uneinigkeit. Laut Daten des Australian Property Monitors folgen sie dem aktuellen nationalen Trend – und fallen. Das Phänomen der „Sea-Changer“ und „Tree-Changer“ macht sich mittlerweile auch in Tasmanien bemerkbar. Der Ausdruck bezeichnet Städter, die den Metropolen den Rücken kehren, um in kleinen Küstenorten oder in der Natur ein ruhigeres Leben zu führen. Aufgrund des seit einigen Jahren anhaltenden Phänomens gehen Analysten davon aus, dass die Küstenregionen Tasmaniens in den kommenden Jahren weiter wachsen.







