Mit gut 3,8 Millionen Einwohnern für die Metropolregion und einer lebendigen kulturellen Landschaft positioniert sich Melbourne seit einigen Jahren auch immer stärker als „nachhaltige“ Stadt. Im Vergleich zu Sydney fühlt sich Melbourne „europäischer“ an, was unter anderem an der Architektur des Stadtzentrums und dem oft und gern genutzten Straßenbahnnetz liegt. Ebenfalls besteht der CBD (Central Business District) nicht nur aus anonymen Bürohochhäusern. Viele Theater, unzählige Coffeeshops oder auch Restaurants befinden sich direkt im Zentrum und füllen es nicht nur in der Mittagspause mit Leben. In Melbourne ist das Wetter in der Regel angenehm. Im Sommer liegen die Temperaturen zwischen 24 und 30 C°, im Winter bei 13 C°. Und wer es lieber kühler mag, der kann die relativ nahe gelegenen Skigebiete der Australischen Alpen aufsuchen, die sich von Canberra über das südliche New South Wales bis nach Victoria erstrecken und nur wenige Autostunden von Melbourne entfernt liegen.
“Schwarzseher hin oder her: in diesem Jahr haben sich die Immobilienpreise in Stadtzentren stabil entwickelt, ebenso in Nähe des Wassers oder in den traditionellen, baumbestandenen und qualitativ hochwertigen Vierteln“, sagt David Harris von der Maklerkette LJ Hooker. „Darüber hinaus kocht der Mietmarkt über. Noch nie war die Zahl der Freistände so niedrig.“ Als ein Problem sieht der Experte entsprechend auch, dass die Erweiterung um neuen Wohnraum nicht mit dem Bevölkerungszuwachs mithalten kann. Was die Hauspreise betrifft, erwartet FNRE bis zum kommenden Jahr zwar nur eine leichte Steigerung, bis 2011 allerdings bis zu 16 Prozent. Auch in Bezug auf die Mieten wird der Markt wohl wieder anziehen: schließlich liegt die Auslastung des Mitangebots bei 99 Prozent. Eine Erleichterung des dichten Wohnungsmarktes könnte ein Umschwenken der Regierung Victorias in Sachen Bebauungspläne bedeuten. Anfang Dezember 2008 hat Victorias Premierminister John Brumby eine Ausweitung der Bebauungsflächen in Melbournes Metropol-Region in Aussicht gestellt. Aufgrund des bestehenden und weiterhin vorausgesagten Bevölkerungsbooms sollen auf den neuen Flächen 134.000 Häuser und Wohnungen entstehen. Zusätzlich kämen noch 316.000 Einheiten in bereits erschlossenen Gegenden hinzu, sowie weitere 150.000 in Gegenden, die bereits zur Entwicklung freigegeben sind.







