Perth liegt weit ab von allen anderen Zentren des Landes. Bis in die am nächsten liegende Hauptstadt Adelaide sind es gut 2700 Kilometer. Mit etwa 2,1 Millionen Einwohnern für den gesamten Staat und 2,529.000 Quadratkilometer Fläche ist das Land spärlich besiedelt. Insbesondere wenn man in Betracht zieht, dass rund 1,5 Millionen Einwohner in und um Perth wohnen. Da das Klima in den Weiten des Outbacks nicht sehr lebensfreundlich ist, verwundert es allerdings nicht, dass der Großteil der Bevölkerung den „Komfort-Zone“ genannten Südwesten bevorzugt.
Auch in Westaustralien, und damit primär in Perth, sinken die Immobilienpreise aktuell. Der Präsident des Real Estate Institute of Western Australia (REIWA), Rob Druitt beklagt, dass Perth einen derartigen Preisnachlass seit den frühen 1980er Jahren nicht mehr gesehen habe. So sanken die Durchschnittspreise allein im dritten Quartal 2008 um etwas mehr als 2 Prozent auf 435.000 AUD. Dennoch gab es, so Druitt, in Westaustralien auch Wachstumsmärkte, zum Beispiel in Armadale-Serpentine, South Perth-Victoria Market oder Fremantle. Laut REIWA sind gut ein Drittel der Hauskäufer auf dem Markt Erstinvestoren. Da sich diese Käufergruppe aufgrund der von der Regierung angebotenen Subventionen wohl noch vergrößern wird erstaunt es Druitt nicht, dass die Mittelwerte sinken: „Die erhöhte Anzahl von Verläufen am unteren Ende des Marktes sorgt dafür, dass der allgemeine Durchschnittspreis sinkt.“ Der Wohnungsmarkt in Perth folgt laut REIWA dem Häusermarkt – die Preise sinken und der Markt ist relativ ruhig. Der Durchschnittspreis lag am Ende des Septemberquartals bei 352.000 AUD und damit im Vergleich zum Höhepunkt im Dezember des vergangenen Jahres um 8,3 Prozent niedriger. Und was die Mieten angeht: Wie in den anderen Großstädten ist auch in Perth der Wohnungsmarkt mit einer Auslastung von mehr als 97 Prozent sehr dicht – die Durchschnittsmiete liegt bei derzeit etwa 350 Dollar für Häuser und 340 Dollar für Wohnungen.







