Dass die Deutschen fleißige Sparer sind, ist bekannt, vor allem Bausparen steht hierzulande hoch im Kurs. Rund 50 Prozent aller Eigenheimbesitzer haben sich ihr Domizil erbauspart. In Zeiten, in denen Deutschland seine Besten in jedweder Kategorie sucht, machte sich auch die Frankfurter FMH-Finanzberatung auf die Suche nach der Top-Bausparkasse und wurde nicht fündig. Das liegt nicht etwa daran, dass die insgesamt 25 Anbieter in Deutschland zu schlecht sind. "Wer am besten abschneidet, hängt von den jeweiligen Vorgaben ab", sagt FMH-Inhaber Max Herbst.
Der Marktführer Schwäbisch Hall ist laut FMH besonders für Kunden attraktiv, die ihr Mindestguthaben auf einen Schlag einzahlen. Auch bei der Deutscher Ring Bausparkasse und bei der Deutschen Bausparkasse Badenia kommen die Kunden besonders schnell an ihr Darlehen. Unter den Angeboten, bei denen in monatlichen Raten gespart wird, bilden die Allianz Dresdner Bauspar, die Debeka und Wüstenrot die Spitzengruppe. Wer zwischen dem großen Batzen auf einmal und der Ratenzahlung wählen will, hat wiederum bei Schwäbisch Hall, Badenia oder der Debeka gute Karten.
Besonders niedrige Darlehenszinsen haben die
Deutsche Bank, Wüstenrot und LBS West zu bieten. Die Deutsche Bank punktet auch - allerdings mit einem anderen Angebot - wenn es um einen hohen Guthabenszins und einen Bonus bei Darlehensverzicht geht. Insgesamt hat FMH 85 Tarifvarianten von 18 verschiedenen Instituten verglichen.
Es lohnt sich also zunächst seine Wünsche genau zu formulieren. Durch den langen Anlagehorizont eignen sich Bausparverträge auch für Kinder, denen ihre Eltern oder andere Verwandte bis zum Achtzehnten etwas ansparen wollen. Auch bei niedrigen monatlichen Raten kommen über die Jahre erkleckliche Summen zusammen. Dazu gibt es noch eine Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8 Prozent auf eine jährliche Sparleistung von höchstens 512 Euro vom Staat. Unterm Strich sind das für Einzelne etwa 45 Euro und für Paare rund 90 Euro. Den Zuschuss gibt es für alle Bausparer ab 16 Jahren, die weniger als 25.600 Euro verdienen. Wer allerdings der monatlichen Raten überdrüssig geworden ist, sollte einen Beitragsstopp genau überdenken. In diesem Fall kann Wohnungsbauprämie wieder gestrichen werden.
Wenn der Arbeitgeber seine angestellten Bausparer mit Vermögenswirksamen Leistungen (VL) fördert, langt der Staat noch einmal in seinen Säckel. Hier heißt das Zauberwort Arbeitnehmersparzulage. In diesem Fall gibt es pro Person einen Zuschuss von neun Prozent für eingezahlte VL-Gelder von höchstens 470 Euro pro Jahr. Diesen Vorteil können allerdings nur niedrige Einkommensgruppen von bis zu 17.900 Euro nutzen.
Einen tagesaktuellen Angebotsvergleich liefert der
Capital-Bausparrechner.






