Richtig Heizen bedeutet, so wenig Energie aufwenden wie nötig, aber dennoch genug für ein angenehmes Raumklima. Dabei beginnt das Energiesparen im Kopf. Heute antrainiertes Verhalten und energiesparende Investitionen werden in Zukunft die Kosten senken. In fast jedem Haushalt lassen sich ohne aufwändige Umbauarbeiten Heizkosten sparen. Weitere positive Nebeneffekte des Energiesparens sind verringerte Emissionen an Stickoxiden, Ruß, Schwefeldioxid und Kohlendioxid - passend für eine umweltbewußte Lebensweise.
Die Tipps und Tricks zum Energiesparen basieren auf den Erkenntnissen der Verbraucherzentralen. Durch ihre Energieberatungen werden jährlich bis zu 600.000 Tonnen CO2 vermieden und zwei Milliarden Kilowattstunden Energie eingespart.
Das persönliche Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden hängt auch von der Raumtemperatur ab. Dabei gilt es zu beachten, dass es keine feste Größe gibt - jeder muss die richtige Temperatur für sich selbst bestimmen. Meistens ist Tropische Wärme in Wohnräumen aber überflüssig und teuer. Grundsätzlich gilt: Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent der Heizkosten im Jahr. Durchschnittlich gelten für Wohn- und Esszimmer etwa 20 Grad als angenehm, in der Küche wird das Wohlbefinden bereits mit 18 Grad erzeugt. Denn in der Küche heizen Kühlschrank und Herd mit (Die Temperaturen beziehen sich auf die Thermostateinstellung der Heizung siehe Tabelle auf Seite 2).
Auch der Flur muss nicht ganz so behaglich warm wie das Wohnzimmer sein. 16 Grad reichen hier nach Ansicht der Verbraucherzentralen völlig aus. Schließlich hält sich niemand allzulang im Durchgangsbereich auf. Im Schlafzimmer sind die Geschmäcker am unterschiedlichsten: Ob warm oder kalt - Die Temperatur im Schlafzimmer sollte die 14 Grad nicht unterschreiten. Denn kühlen einzelne Räume zu sehr aus, kann Feuchtigkeit im Raum kondensieren und das fördert Schimmelkulturen, die ganz und gar nicht gesund sind.
Ein genereller Tipp: Innentüren zwischen unterschiedlich beheizten Räumen sollten Tag und Nacht geschlossen bleiben.
Wer sein Haus oder seine Wohnung verlässt, sollte nicht gleich alle Heizungen auf Null schalten. Gerade bei massiven Häusern mit Ziegelmauerwerk ist gleichmäßiges Heizen extrem wichtig, denn sonst kühlen die Räume zu sehr aus. Die Heizung benötigt dann viel Zeit und Energie, um die Räume wieder auf Temperatur zu bringen. Ständiges Auskühlen und Wiederaufheizen ist nach Berechnungen der Verbraucherzentralen teurer, als das Halten einer abgesenkten Durchschnittstemperatur. Mit modernen Thermostatventilen am Heizkörper, können Bewohner zudem Heizzeiten programmieren und dadurch die Heizkosten um rund 10 Prozent senken.

capital.de, 12:15 Uhr
© 2010 capital.de © Fotos / Illustrationen: dpa-PA






