Geräte, die über einen Stand-by-Modus verfügen, wie z.B. Fernseher oder Stereoanlagen, verursachen so genannte Leerlaufverluste. Das kostet laut Umweltbundesamt jährlich vier Milliarden Euro. Anders ausgedrückt: Zwei Atomkraftwerke können durch den Stand-by-Energieverbrauch pro Jahr ausgelastet werden. Das entspricht einem jährlichen Strombedarf einer Großstadt wie Hamburg oder Köln, hat Greenpeace errechnet.
Häufig erkennt man solche Geräte an leuchtenden Kontrolllämpchen oder Zeitanzeigen. Auch Transformatoren, die bei Nichtgebrauch warm bleiben oder brummen, deuten auf Stand-by Verluste hin. Folgende Tipps können dabei helfen, diese Verluste in den eigenen vier Wänden einzudämmen:
Wird ein Gerät nicht benutzt, lohnt es sich, dieses ganz auszuschalten und nicht im Stand-by-Modus zu belassen. Allein ein DVD-Player verursacht jährlich einen Stand-by-Stromverbrauch von etwa 22 Euro. Da viele Geräte bereits Strom verbrauchen, wenn sie nur an das Netz angeschlossen sind, empfiehlt es sich den Stecker zu ziehen. Einfacher wäre es natürlich eine Mehrfachsteckerleiste zwischenzuschalten, die mit einem Knopf An- und Ausgeschaltet werden kann. So kann eine ganze Stereoanlage mit allen Elementen per Knopfdruck vom Netz genommen werden.
Wem dieser Aufwand zu viel ist, kann sich auch so genannte elektronische Vorschaltgeräte kaufen. Eine Möglichkeit ist der Power Safer. Dieser Stromsparer ist praktisch für technische Geräte, die im Stand-by-Modus bleiben sollen, wie Fernseher, Videorecorder und Sat-Anlagen. Das Gerät nimmt dabei alles vom Netz, was in den Stand-by-Modus wechselt. Mittels der Fernbedienung können diese dann trotzdem wieder aktiviert werden.
Achten Sie auch auf Ladegeräte von Handys, elektrischen Zahnbürsten, Rasierer oder Akkus. Diese unscheinbaren Teile ziehen ebenfalls Strom solange sie am Netz sind. Auch dann, wenn sie keine Endgeräte laden.

capital.de, 10:13 Uhr
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