Schleswig-Holstein: Landkreis Dithmarschen
In immer mehr Städten und Landkreisen können sich Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen ihren Immobilienwunsch erfüllen. Günstige Preise und niedrige Zinsen haben die Bezahlbarkeit verbessert. Besonders im nördlichsten Bundesland haben es Käufer einfach. In allen Kreisen der Regionen braucht es weniger als das vor Ort übliche Gehalt. Im Landkreis Dithmarschen reicht sogar das halbe Durchschnittsgehalt für die eigenen vier Wände.
Zur Studie der Landesbausparkasse
In einigen Regionen braucht es nicht einmal ein Drittel des dort gängigen Gehalts. Dagegen gibt es Gebiete, da benötigt der Eigenheimerwerber fast das Doppelte des Durchschnittsverdienstes. Eine LBS-Studie hat Einkommensdaten der amtlichen Statistik mit aktuellen Kaufpreisen für Einfamilienhäuser verknüpft. So wurde das regionale Durchschnittseinkommen mit dem Mindesteinkommen, das zum Erwerb einer Immobilie benötigt wird, in Verhältnis gesetzt.
Daraus ergibt sich für jede Region, wie viel das eigene Einkommen über oder unter dem Durchschnittseinkommen liegen muss, damit man sich ein Eigenheim leisten kann. Der Erwerb von Wohneigentum in der jeweiligen Region laut Studie dann machbar, wenn bei einem Eigenkapital in Höhe eines Jahresnettoeinkommens die Finanzierungsbelastung (bei Zins und Tilgung von 7 Prozent pro Jahr) 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigt.
Bremen: Bremerhaven
Die Stadtgemeinde Bremen ist die Hauptstadt des Landes Freie Hansestadt Bremen. Zu diesem Zwei-Städte-Bundesland gehört neben der Stadtgemeinde noch die rund 60 Kilometer nördlich liegende Stadt Bremerhaven. Zwar kann sich auch in der Stadt Bremen der Durchschnittsverdiener locker ein Eigenheim leisten – doch in Bremerhaven ist es noch eine ganze Ecke günstiger: Hier reicht bereits das halbe Durchschnittseinkommen.
Niedersachsen: Emden
In den Reigen der nördlichen Bundesländer reiht sich auch Niedersachsen ein. Wie in seinem Nachbarland Schleswig-Holstein kann sich der Durchschnittsverdiener überall in dem Bundesland seinen Immobilienwunsch erfüllen. Am günstigsten ist es jedoch in Emden. Die Stadt mit ihren mehr als 50.000 Einwohnern liegt direkt an der Emsmündung und hat einiges zu bieten – unter anderem ist die Nordsee gleich vor der Tür. Für ein Eigenheim braucht es in der kreisfreien Stadt nur knapp ein Drittel des ortsüblichen Gehalts.
Sachsen-Anhalt: Landkreis Sangerhausen
Zwischen Magdeburg und Erfurt, zwischen Göttingen und Halle an der Saale, direkt im Herzen Mitteldeutschlands liegt Sangerhausen. Seit 1903 befindet sich hier das Europa-Rosarium mit der größten Rosensammlung der Welt. Mehr als 8.300 Rosenarten und Rosensorten können hier bestaunt werden. Für die Finanzierung eines Eigenheims braucht ein Käufer in diesem Landkreis nur ein Viertel des Durchschnitteinkommens der Region. Nirgendwo sonst in Sachsen-Anhalt ist der Immobilienwunsch so günstig zu erfüllen.
Saarland: Landkreis Sankt Wendel
Für den Durchschnittsverdiener gibt es auch im Saarland bezahlbare Eigenheime. Im Landkreis Sankt Wendel sind etwa 30 Prozent des ortsüblichen Einkommens nötig, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Das Eigenkapital bei der Finanzierung der eigenen Wohnung sollte nach Angaben der LBS mindestens einem netto Jahreseinkommen entsprechen und die laufenden Kosten nur ein Drittel des Gehalts verbrauchen.
Bayern: Landkreis Miesbach
Die regionale Auswertung zeigt, dass sich Durchschnittsverdiener nur in wenigen Landkreisen keine typischen Wohneigentumsobjekte leisten können. Vor allem gilt dies für das südliche Bayern. So sind im Landkreis Miesbach in Bayern etwa zwei Drittel eines ortsüblichen Gehalts zusätzlich nötig, um ein Eigenheim zu finanzieren. Damit rückt der Traum von den eigenen vier Wänden in weite Ferne. Wer auf die Nähe zu den bayrischen Alpen verzichten kann, sollte sein Glück woanders suchen
Hessen: Frankfurt am Main
Die hessische Bankenmetropole zählt ebenfalls zu jenen Orten, an denen der Durchschnittsverdiener nur geringe Chancen auf ein bezahlbares Eigenheim hat. Wer hier eine Wohnung kaufen möchte muss tief in die Tasche greifen. Zu dem gängigen Einkommen müssen mindesten 70 Prozent davon draufgeschlagen werden, damit der Erwerb nicht im Fiasko endet. Auch in den angrenzenden Städten wie Offenbach und Wiesbaden sind für den Wohnungskauf mindestens 40 Prozent des Durchschnittseinkommens mehr nötig.
Bayern: Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Der Spitzenreiter unter den bayrischen Landkreisen bezüglich der Nicht-Finanzierbarkeit von Wohneigentum ist Garmisch-Partenkirchen. Hier sind 77 Prozent vom Durchschnittseinkommen zusätzlich notwendig. Generell gilt: Die Durchschnittseinkommen unterscheiden sich von Region zu Region. Die von der LBS errechneten Einkommen liegen dabei zwischen etwa 560 Euro im Landkreis Bernburg und rund 7200 Euro in Starnberg. Die Wohneigentumspreise sind dementsprechend auch unterschiedlich.
Brandenburg: Potsdam
Der Durchschnittspreis für ein Eigenheim in Starnberg liegt bei etwa 500.000 Euro. Dem gegenüber sind die eigenen vier Wände in Potsdam mit rund 250.000 Euro recht günstig. Trotzdem muss für die Finanzierung mindestens das Anderthalbfache des Durchschnittseinkommens vorhanden sein. Im restlichen Brandenburg ist nicht einmal das Durchschnittseinkommen für den Erwerb des gewünschten Eigenheims nötig.
Bayern: München
Das teuerste Pflaster der Bundesrepublik im Vergleich zum jeweilig gängigen Einkommen ist München. In der bayrischen Landeshauptstadt sind etwa zwei volle Durchschnittseinkommen für die Finanzierung eines Eigenheims nötig. Zu den teuersten Straßen in der Stadt gehören zum Beispiel die Ohmstraße in Schwabing, die Mandlstraße und die Königinstraße links vom Englischen Garten. Hier werden über 10.000 Euro pro Quadratmeter gezahlt: für einen Durchschnittsverdiener unbezahlbar.