Gut schnitten vor allem US-Immobilienfonds ab: Im Schnitt brachten sie es auf einen Vermögenszuwachs von jährlich 10,8 Prozent vor Steuern. Den Wert berechnet Fondsmedia als Summe aller Mittelrückflüsse abzüglich des Anlegereinsatzes und des Agios. Nur 4 von 130 ausgewerteten US-Fonds bescherten Anlegern Verluste. Dieser Wert dürfte wegen der US-Immobilienkrise allerdings steigen.
Der Untersuchung des Hamburger Analysehauses Fondsmedia liegen 454 Beteiligungsmodelle von 31 Initiatoren zugrunde, die zwischen 1969 und 2005 aufgelegt wurden und deren Immobilien bereits verkauft sind. Die Fonds mit durchschnittlich zwölf Jahren Laufzeit investierten insgesamt rund 19,7 Milliarden Euro, etwa 9,4 Milliarden Euro davon brachten Anleger als Eigenkapital ein.
Auch die bei deutschen Anlegern beliebten Hollandfonds überzeugten: Von 95 Beteiligungen sorgten nur vier für einen Verlust. Die Rendite lag mit 5,5 Prozent allerdings leicht unter dem Durchschnitt aller untersuchten Fonds.
Bitter enttäuschten dagegen die Deutschlandfonds: 75 von 205 untersuchten Produkten brachten einen Verlust, im Schnitt verloren Zeichner fast ein Viertel ihres Einsatzes. Das schlechte Ergebnis wertet Fondsmedia als "Sünde der Vergangenheit": Viele Modelle wurden in den 90er-Jahren aufgelegt, als Steuervorteile Investoren scharenweise in schlecht konzipierte Beteiligungen lockten. Neuere Fonds bringen bessere Ergebnisse.
Fondsmedia betont, mit der Auswertung nicht den Gesamtmarkt abzubilden. Die Analysten sind auf Leistungsbilanzen angewiesen - doch diese legen einige erfolglose Initiatoren erst gar nicht vor.








