Einer der weltgrößten Immobilienfondsmanager diagnostiziert Käufern auf dem weltweiten Gewerbeimmobilienmarkt eine gefährliche Sorglosigkeit. Die Preise seien dem aktuellen und künftigen Wirtschafts- und Nachfragewachstum in vielen Regionen den vergangenen zwei Jahren "weit vorausgeeilt", erklärte Jacques Gordon, Analyst bei LaSalle Investment Management, die weltweit umgerechnet rund 32 Mrd. Euro verwalten.
Zwar wolle er weder eine Blase diagnostizieren noch einen Preisverfall vorhersagen. Doch "die mangelnde Vorsicht sei Grund zur Besorgnis", so Gordon. Die Investoren ignorierten häufig die Unterschiede zwischen Märkten mit niedrigem und hohem Wirtschaftswachstum.
Die Mahnung geht aus dem Jahrbuch der Investmentstrategie in Immobilienmärkten hervor, das am Montag veröffentlicht wird. Demnach preisten die Immobilienmärkte weltweit generell gleich mehrere Jahre an weiterem Wirtschaftswachstum ein. Als größtes Risiko für den globalen Immobilienmarkt sieht LaSalle Investment Management zudem einen möglichen Zinsanstieg auf mittlere Sicht, ehe die laufende Erholung abgeschlossen sei.
Allerdings - schränkt der Report seine Warnung auch ein - gebe es weltweit durchaus noch attraktive Investitionsstandorte, die allerdings zunehmend schwerer zu finden seien. Als attraktiv erachtet der Immobilienfondsmanager derzeit Japan und Zentralchina, während hingegen der Küstenbereich Ostchinas stets das Risiko politischer Markteingriffe gegen Immobilienspekulation berge.






