Damit sinkt das Immobilienvermögen um 13,8 Prozent auf 427 Millionen Euro. Wegen der hohen Kreditquote im Fonds von 40,1 Prozent fällt der Nettoinventarwert (NAV) - also das Vermögen abzüglich der Schulden - deutlich um rund 21,6 Prozent. Das ist der größte Verlust, den je ein offener Immobilienfonds in Deutschland hinnehmen musste.
Aberdeen ist der zweite Anbieter offener Immobilienfonds, der zu einer solch drastischen Maßnahme greift. Bereits im Juli 2009 hatte Morgan Stanley den Gebäudebestand des Fonds P2 Value um 10,4 Prozent gesenkt, was bezogen auf den NAV einer Abwertung um 13,8 Prozent entsprach. Beide Produkte gehören zu einer Gruppe von fünf offenen Fonds, die wegen Geldnöten die Anteilsrücknahme derzeit ausgesetzt haben.
Im Unterschied zu den anderen handelt es sich beim Degi Global Business um einen Fonds für institutionelle Anleger. Dazu gehören Vermögensverwalter und Dachfonds, an denen auch Privatanleger beteiligt sind. Die Investoren wurden von der Maßnahme überrumpelt. "Wir sind entsetzt über die Brachialgewalt, mit der hier abgewertet wurde. Der Schritt kam völlig überraschend und ist nicht nachvollziehbar, da einige Gebäude erst vor wenigen Monaten bewertet wurden. Das fügt der ganzen Branche einen großen Schaden zu", sagte Günther Knappert, Dachfondsmanager des Stratego Grund von LBB-Invest.
Die Abwertung stellt auch die Zukunft des Fonds infrage. Sollten Investoren weiterhin ihr Geld abziehen wollen, droht am Ende gar die Liquidation des Vermögens.








