Wenn wir davon ausgehen das jeder Anleger unwissend bzw. über wenig Sachverstand verfügt ist keines der beworbenen Produkte zu präferieren. Allerdings ist die Annahme sehr zugespitzt und nicht jeder private, geschweige denn institutionelle Anleger kauft oder finanziert über 100 %. Welche Bank beleiht heutzutage noch zu mehr als 100 %? Wie immer mehr Menschen wissen, liegt der Gewinn im Einkauf und dabei bedarf es auch keinem besonderen Wissen. Sicherlich spielt die Lage immer eine Rolle. Aber was bringt es wenn meine Investition in einer 1A-Lage 20% über Marktwert ist? Die Frage ist zu welchem Preis kaufe ich in welcher Lage. Und dank des recht umfangreichen Immobilienkompass von Capital oder günstiger Lektüre wie dem Plötz Immobilienführer etc. können selbst Laien das Preisverhältnis einschätzen.
Ich kritisiere ganz klar den Lobbyismus … Empfehlt den Leuten doch wenigsten Menschen mit ethischen Grundsätzen und nicht irgendwelche Zocker die bewiesen haben zu was sie im Stande sind. Entsprechende Gesellschaften sind nicht nur wirtschaftlich orientiert sondern konzentrieren sich auf den max. Gewinn! Die Frage dabei auf wessen Kosten? Seht euch die Perversion der Banken und Investoren in Spanien an. Wohnung die Niemand braucht und Keiner bezahlen will/kann, Millionen und Abermillionen Wohnungen die leer stehen. Die Kosten sind selbstverständlich gedeckelt durch Steuerzahler. . Egal… bauen wir einfach noch einen Golfplatz und halten bis zum Platzen der Blase die Preise stabil und beuten die Menschen aus die diesen Schmutz mit ihren Händen bauen und die die darin investieren. Wer sich damit beschäftigt wird schnell herausfinden welche Banken und Initiatoren hinter diesen Vehikeln stecken…
Das sind die ach so profitablen Produkte die sie uns verkaufen wollen…
Max. 1500 € für einen Sachverständigen der einen bei einer Immobilieninvestition begleitet sind verhältnismäßig und wenn ich dann noch zu 60 % des Markwertes erwerbe ist mein Anlagevermögen signifikant gestiegen.
Mich würde mal interessieren welche Inflationsrate die Herrschaften angesetzt haben und überhaupt wie die Einzelimmobilie betrachtet wird? Welcher Preis ,welche Lage, welcher Ausstattungsstandard, Finanzierungskosten etc.
Zitat aus der Studie: (Immobilien können ein Portfolio stabilisieren – doch nur, wenn die Investitionen ausreichend breit gestreut sind. Institutionelle wie private Anleger, die direkt in eine oder nur wenige Immobilien investieren, erzielen jedoch oft den gegenteiligen Effekt. Denn nach dem Kauf einer Immobilie ist mittels Kreditfinanzierung häufig deutlich mehr als 100% des Anlagevermögens in einer einzigen Investition gebunden. Mit Blick auf die Diversifikation des Gesamtportfolios und mögliche Immobilien- und Standortrisiken ist das außerordentlich ungünstig. Für nahezu alle Privatanleger, aber auch für viele institutionelle Anleger empfiehlt es sich daher, auf den Kauf einer Immobilie als Kapitalanlage zu verzichten und stattdessen indirekt in Immobilien zu investieren. Hierfür stehen eine Reihe von unterschiedlichen Vehikeln wie Offene und geschlossene Immobilienfonds sowie Immobilien-Aktien und REITs zur Verfügung.)
Anleger sollten bei Immobilieninvestments nicht auf Eigenheime oder Eigentumswohnungen setzen, sondern auf Aktien börsennotierter Immobiliengesellschaften und auf solide aufgestellte offene Immobilienfonds. Das ist das Ergebnis einer Studie der International Real Estate Business School (IREBS) der Universität Regensburg. Diese zeigt, dass der Total Return aus Preissteigerungen und Mieterträgen von Wohnimmobilien im langfristigen Vergleich unter der Inflationsrate liegt. "Selbst genutztes Wohneigentum kann der Steigerung der privaten Lebensqualität dienen", sagt IREBS-Professor Steffen Sebastian. Als reine Kapitalanlage berge es aber zu viele Risiken für Investoren.
Auch geschlossene Immobilienfonds eignen sich danach nicht als Vehikel für Privatanleger. Die Mindestanlagesumme sei mit 10.000 Euro viel zu hoch, weil die Beteiligungsmodelle meist nur ein oder zwei Objekte erwerben. "Dadurch gibt es keine Risikostreuung", sagt Sebastian.
Anders sieht es bei offenen Immobilienfonds und börsennotierten Immobilienfirmen aus. Schon mit kleinen Beträgen können Anleger Aktien oder Fondsanteile kaufen. Beide Formen investieren in ein breites Portfolio aus verschiedenen Objekten an diversen Standorten, die unterschiedliche Mietvertragslaufzeiten aufweisen. Zwar entwickeln sich Preise und Mieten nicht zwangsläufig im Einklang mit der Teuerung. Die breite Streuung reduziert aber die Mietausfallrisiken. "Entscheidend ist die absolute Anzahl an Immobilien", so Sebastian. Je mehr Objekte ein Fonds oder eine Immobiliengesellschaft halte, desto geringer seien die Gefahren.
Auch die beiden Vehikel bieten indes keine absolute Sicherheit. "Kurse von Immobilienaktien können kurzfristig mit der allgemeinen Entwicklung an den Börsen schwanken", so Sebastian: "Anleger müssen über einen langen Investitionshorizont verfügen, um Tiefs aussitzen zu können."
Offene Immobilienfonds sind mit der Finanzkrise in Turbulenzen geraten, weil Anleger mehr Geld abziehen wollten, als die Vehikel an Barbeständen vorrätig hatten. Einige werden deshalb abgewickelt, andere sind eingefroren. Nur die Produkte der Anbieter mit dichtem Filialnetz - Commerzbank, Deka, Deutsche Bank und Union Investment - konnten sich erfolgreich behaupten. Diese sind der Studie zufolge auch weiter gute Investments.
Da Immobilienmärkte zyklischen Schwankungen unterliegen, sollten Anleger auch in Aktien aus anderen Branchen und Anleihen investieren, rät der Professor: "Mehr als 20 Prozent sollte der Immobilienanteil am Gesamtportfolio nicht betragen."
ftd.de, 12:29 Uhr
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Was die Leser sagen
Also meinem Vorposter kann ich da nur zustimmen! Genau so sehe ich das auch in allen Punkten. Dazu kommt, dass man bei einer Einzelimmobilie eben schon viel Sachkenntnis braucht und vorallem viel Zeit, um einen gute Anlage zu finden. Ich suche hier meist ein Jahr lang und habe bisher nur TOP-Rendite Objekte erworben, die super laufen. Klar ist damit ein Bisschen Arbeit verbunden. Aber von nix kommt auch nix ;-)
Völlig unseriöser diffuser Vergleich. Wirft leider ein schwaches Bild auf die beteiligten Wissenschaftler :(
Die Untersuchung vergleicht ganz offenbar "Äpfel mit Birnen". Die eigengenutzte Immobilie läßt sich nicht mit der zu Anlagezwecken erworbenen Immobilie vergleichen, insbesondere legt der Selbstnutzer ganz andere Maßstäbe an, als der Kapitalanleger. Das fängt schon bei der Auswahl des Standortes an. Kein kluger Kapitalanleger würde Immobilien fernab der Ballungszentren erwerben, denn da ist die Nachfrage gering -und wird in Zukunft noch geringer-was sich natürlich auf die Preisbildung auswirkt. Wenn man aber nun einmal in einer solchen Gegend verwurzelt ist, dann will man auch da wohnen, gleichgültig,ob es sich langfristig lohnt. Weiterhin würde ein Vermieter Luxusbäder und ähnlichen Schnickschnack nur dann einbauen, wenn er die Investtion über die Miete wieder rausbekommt. Der Eigennutzer kennt andere Maßstäbe.
Man kann in einer seriösen Untersuchung diese beiden Bereiche nicht in einem Atemzug erwähnen. Trennt man sie, dann sieht es schon anders aus.
Richtig ist natürlich, dass die Anlage in Einzelimmobilien mehr Risiko beherbergt und mehr Sachkenntnis erfordert, als sich das so mancher Anleger erträumt. Dann aber offene Immobilienfonds und Immobilienaktien als Alternative zu empfehlen, grenzt an einen schlechten Witz. Was sich auf diesen Bereichen in den vergangenen Jahren ereignet hat, weiß ja wohl jeder und keiner hätte es vor Jahren erwartet. Solide Anlagen sehen anders aus.
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