Wirtschaft pur


  

Entschlüsselt: Der Immobilien-Code

Immobilien-Code

Was meint ein Makler mit den Worten "Liebhaberobjekt" oder "seriöses Umfeld"? Capital entschlüsselt die Sprache der Inserate.


So bringen Sie den Immobilien-Kompass auf Ihre Website

Widget

Sie bestimmen die Stadt, und wir liefern wertvolle Informationen: direkt, interaktiv und auf Ihrer eigenen Homepage. Erfahren Sie jetzt, wie sie den Immobilien-Kompass mit allen Funktionen in Ihren Webauftritt integrieren.


Neu: Wohnquartier Reports

Wohnquartier Report

Bessere Wohnlage oder Randale-Bezirk - wie sieht das soziale Umfeld ihrer Ihrer Wunschimmobilie aus? Mit dem Wohnquartier-Report können Sie die Umgebung professionell bewerten.


Bewertungen als Wandkarte

Kartenshop

Jetzt gibt es die Lagebewertung Ihrer Stadt auch als hochwertige Wandkarte. So haben Sie alle Informationen bis auf Straßenebene im Blick.


Immobilien-News

Newsletter

Geben Sie hier ihre E-Mail-Adresse an und Sie erhalten künftig kostenlos aktuelle Nachrichten zum Thema Wohn- und Ferienimmobilen. Zudem informieren wir Sie vorab über neue Miet- und Kaufpreise-Updates beim Immobilienkompass.

 

Meine E-Mail-Adresse:

Jetzt anmelden

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzbestimmungen




Immobilienrecht

Expertenrat Icon

Juristische Fallstricke: Die neuesten Urteile und Gesetzesänderungen, Gefahren und Chancen für Ihre Immobilie und wie Sie sich jetzt vor ungeliebten Klauseln schützen.


Anzeige

Richtwerte für konkrete Objekte

Wer den Preis einer angebotenen Immobilie sofort prüfen will oder für die Erbauseinandersetzung aktuelle Martktinformationen benötigt, findet professionelle Hilfe im Netz unter www.schnellbewertung24.de. Grundlage der dort angebotenen Richtwerte sind aktuelle Grundstücks- und Gebäudepreise.



24.11.2009

Kündigungsfristen

Aus Sicht der Mieter geht es abwärts.
Investor-Artikel

Regierung legt sich mit Mietern an

Die geplante Mietrechtsreform der neuen Bundesregierung sorgt für heftigen Ärger. Schwarz-Gelb will unter anderem die Kündigungsfristen für Mieter und Vermieter angleichen - zugunsten der Hausbesitzer. Von Ina Linden und Monika Dunkel

Das Vorhaben sei "falsch, überflüssig und unakzeptabel", sagte der Direktor des Deutschen Mieterbunds, Lukas Siebenkotten. SPD-Fraktionsvize Olaf Scholz warf der Koalition vor, sich ausschließlich Vermieterinteressen zu eigen zu machen.

Der Koalitionsvertrag sieht drei wesentliche Eingriffe zum Nachteil der Mieter vor. Neben der Angleichung der Kündigungsfristen wollen Union und FDP energiesparende Sanierungen erleichtern. Deshalb soll die Bestimmung, nach der die Miete für die Zeit der Bauarbeiten gemindert werden darf, abgeschafft werden. Darüber hinaus sollen Wohnungsbesitzer die Möglichkeit erhalten, sogenannte Mietnomaden rascher vor die Tür zu setzen.

Investitionen ankurbeln

Mit der Reform wollen CDU/CSU und FDP Investitionen in den Wohnungsmarkt und insbesondere die umweltfreundliche Renovierung von Häusern ankurbeln. Der Rechtsexperte der FDP-Fraktion, Christian Ahrendt, sieht in diesem Bereich Handlungsbedarf. "Das Mietrecht blockiert derzeit Investitionen in eine energetische Sanierung", sagte er.

Anlass für die heftigen Proteste von Mieterverband und Opposition am Montag waren Äußerungen der FDP-Fraktionsvorsitzenden Birgit Homburger. Sie hatte in einem "Bild"-Interview deutlich unterstrichen, die Kündigungsfristen von Mietern und Vermietern angleichen zu wollen. Derzeit verlängert sich die Frist für den Vermieter nach fünf Jahren von drei auf sechs Monate und nach acht Jahren um weitere drei Monate. Mieter hingegen müssen immer nur drei Monate vor ihrem Auszug kündigen. Er halte es für ungerecht, wenn Mietern, "die 20, 30 Jahre in einer Wohnung sind, mit drei Monaten Frist gekündigt wird", sagte Siebenkotten.

Vermieter scheuen Sanierungskosten

Vermieter begrüßen das Vorhaben von Schwarz-Gelb. "Die Koalition sollte die vereinbarte Novellierung des Mietrechts in den kommenden Wochen einleiten", sagte Rolf Kornemann, Präsident des Vermieterverbands Haus & Grund. In den nächsten Jahren müssten große Teile der Altbauten saniert und den neuen Energiestandards angepasst werden.

Viele Eigentümer scheuten bislang diesen Aufwand wegen hoher Kosten. Haus & Grund sieht in den Änderungen "einen Beitrag der Mieter zum Klimaschutz". Schließlich seien es die Mieter, die von den Einsparungen bei Strom- und Heizkosten später am meisten profitierten.

Setzen Union und FDP ihre Pläne um, würden die mieterfreundlichen Gesetze der rot-grünen Koalition von 2001 zum Teil rückgängig gemacht. Die FDP hatte die Änderungen damals als "investitionsfeindlich" kritisiert. Die Union sprach seinerzeit von einem "sozialistischen Pflichtprogramm".

capital.de, 10:17 Uhr
© 2009 capital.de © Fotos / Illustrationen: ddp


Schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel


Ihre Meinung

Ihr Name
Ihre Email-Adresse (wird nicht veröffentl.)
Betreff
Ihr Kommentar